
Frank Brüderle
Warum interessiere ich mich für das Thema Nachhaltigkeit so stark. Ich denke, das Thema war in meinem Elternhaus stets präsent. Vielleicht nicht als „klassischer Öko“, aber mein Vater war schon immer von der Energie der Sonne fasziniert. Ich erinnere mich, wie er im Garten mit alten Doppelglasscheiben, Dachpappe und schwarz angemaltem Fußbodenschlauch seine ersten Sonnenkollektoren selbstgebaut hat, um im Sommer keine Heizung/kein Öl für Warmwasser zu benötigen. Als jemand, der während des 2. Weltkrieges aufgewachsen ist, war das vielleicht auch eher wegen der Kostenersparnis bezüglich Resourcenschonung ausgelegt, aber ihm war es immer wichtig, die Natur zu schonen.
2005 auf einer Reise las ich das Buch „Half Gone“ von Jeremy Leggett. In diesem Buch wird beschrieben, dass die Ölvorräte dieser Erde zur Hälfte verbraucht sind. Das Erdöl und Erdgas endlich sind, war mir klar. Über den aktuellen Füllstands des Öltanks der Erde hatte ich mir bisdahin keine Gedanken gemacht. Damals erinnerte ich mich auch an meinen Chemie-Lehrer, der uns den Treibhauseffekt erklärte und den Klimagipfel 1992 von Rio de Janeiro direkt in unseren Klassensaal brachte. Wasserstoffzellen waren damals die neueste Technologie. Es ist schon verrückt, wie lange wir schon über das Thema Klimaerwärmung sprechen. Auch ich bin mir der Thematik seit über 30 Jahren bewußt. Auch ich habe viel zu spät tatsächliche Schritte in die richtige Richtung gemacht. Daher mein Entschluss, meine Versuche und Erfahrungen mit euch zu teilen.
Ich bin Vater von 3 Kindern und ich mache mir Sorgen, wie die Zukunft für sie aussieht, wenn sie in meinem Alter sind. Das ist dann in etwa im Jahr 2050. Bis dahin müssen wir es geschafft haben, die Technologien, die heute schon verhanden sind, zu nutzen, um die Klimaerwärmung auf ein Maß von nur +1,5 Grad Celsius zu halten.